Mitgliederversammlung 2017

03.03.17 (Inga Olze) -- Wie alle Jahre wieder hatte der Vorstand zur Mitgliederversammlung vor Saisonbeginn ins Clubhaus eingeladen. Diesem Ruf folgend fanden sich am 3. März 2017 ein großer Teil der Mitglieder im Vereinsrestaurant auf der Tennisanlage am Eltviller Wiesweg ein, um sich darüber zu informieren, was der Vorstand über den Winter erarbeitet hat und zu hören, wie die Ergebnisse des letzten Jahres jetzt in eine aktive Saison 2017 umgesetzt werden sollen

Unter Einhaltung des akademischen Viertels eröffnet Markus Preis in seiner Funktion als 1. Vorstands-vorsitzendem die Versammlung. Erste und wichtigste Botschaft für diesen Abend: unsere Club-Wirte Can & Aylin bleiben uns treu und haben für den Abend eine Auswahl an Pizzen und Salaten vorbereitet. Auf dieser Basis können wir in die Berichte einsteigen.

Den Part der Review über die Aktivitäten 2016 übernimmt unser 2. Vorstandsvorsitzender, Andreas Maurer. Es war einiges los auf der Anlage im vergangenen Jahr: Von Saisoneröffnung 2016 – eine Veranstaltung, die uns aufgrund der Wetterkapriolen von Sonne über Regen bis hin zu Hagel noch allen im Gedächtnis ist -, über die Aktivitäten zu „Deutschland spielt Tennis“ am 1. Mai 2016 (Big Thanks gehen an Roisin Breiner, die den Kuchenverkauf an der RAA alljährlich von A-Z betreut und abwickelt) sowie das Ehepaarturnier bis hin zum größten Event seit Jahren: die Jubiläumsfeier zum 50jährigen Bestehen des Eltviller Tennisvereins. An diese erinnert sich der 1. Vorsitzende besonders gerne, bescherte sie ihm doch das besondere Erlebnis, mit Ex-Profi Hendrik Dreekmann ein Match vor voll besetzter Kulisse zu bestreiten. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an unseren Cheftrainer Uwe Havekost, der einen großen Teil dazu beitrug, dass diese Veranstaltung zum großen Tennis Event mit Spiel und Spaß für Anfänger bis Profis wurde.

Weiter geht es mit einer Kurzzusammenfassung der Clubmeisterschaft 2016, die über das neu aufgestellte System „Ausspielen der Vorrunden über mehrere Wochen im „Sommerloch“ mehr Teilnehmer und viel mehr durchgeführte Matches als in den Vorjahren erzielte und somit als voller Erfolg gewertet werden kann. Nur in höheren Altersklassen konnte kein Interesse generiert werden – woran liegt es, liebe Best-Ager?

Auch aus dem Jugendbereich gibt es Positives zu berichten: Die absolute Trainingsbeteiligung ist merklich angestiegen und für viele Kids auch die wöchentliche Trainingshäufigkeit. Es gibt jetzt Jugendliche im Verein, die bis zu 4x die Woche trainieren. Und sich auch immer häufiger in Turnieren mit Externen messen. So ist die Teilnahmebereitschaft an den Kreismeisterschaften weiterhin auf einem erfreulich hohen Niveau – und die Titel folgen dementsprechend. Die dieses Jahr zum ersten Mal angebotene Oster-Tennisfreizeit stieß vor allem bei den jungen Mitgliedern auf viel Interesse und soll deshalb nächstes Jahr ausgeweitet werden.

Der 1. Vorsitzende übernimmt in Folge den Schwenk zu den „faktischen Dinge, die wichtig sind“ und lobt den „tollen Job von Paul Derstroff und seinen Jungs bei der Platzpflege“. Zum Punkt Investitionen erfolgt an dieser Stelle der Hinweis, dass der Jahresetat die laufenden Kosten deckt, aber kein Spielraum für Investitionen besteht. Maßnahmen zu Generierung von Finanzmitteln bleiben dringend erforderlich, denn der Verein ist Betreiber von „7 Baustellen“ - nämlich unseren Plätze 1-7“. Die Sanierung muss weiter vorangetrieben werden und jeder, der Optionen sieht, den Verein hier finanziell zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, sich beim Vorstand zu melden. Der Vorstand nutzt die Gelegenheit für einen Aufruf an die Mitglieder, sich alle nach den individuellen Möglichkeiten aktiv einzubringen zum Wohle des Vereins. Finanzielle Mittel sind nur ein Weg, den Verein zu unterstützen. Eine andere Möglichkeit, sich für den Verein zu engagieren ist Manpower. Und Womanpower. Dass es davon beim TC RW Eltville eigentlich ausreichende Ressourcen gibt, belegte der letzte Arbeitseinsatz 2016, in dem unter Regie von Tinka Korte in einem nur 2 Stunden dauernden gemeinsamen Anpacken die Anlage final winterfest gemacht wurde.

Nun wird also 2017 mit vollem Elan angegangen: Die Veranstaltungen wurden über den Winter vom Vorstand diskutiert, nach den Erkenntnissen des Vorjahres bewertet und dann festgelegt. Sie wurden über die Saison hinweg eingetaktet und eine grobe Übersicht über die wichtigsten Events 2017 bereits im Februar kommuniziert.

Ein neuer Sponsor konnte gewonnen werden: Skoda engagiert sich seit vergangenem Sommer: Die Unterstützung auf unserer Jubiläumsfeier, wo schnell und unkompliziert ein kostenloser Shuttleservice auf die Beine gestellt wurde, war der Anfang einer für beide Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit, denn in Folge wurde eine mehrjährige Kooperation mit z.B. Turniersponsoring oder Werbung auf diversen Vereinskanälen vereinbart.

Besonders Kassenwart Thomas Wycisk freut sich über jeden neuen Sponsor des Vereins, damit sein Ressort weiterhin vermelden kann, was er für 2016 folgendermaßen zusammenfasst: „Mein Bericht ist stinklangweilig“. Diese Einkategorisierung bedeutet für unseren Chef-Finanzler aber nur Positives, es heißt „keine besonderen Vorkommnisse“. Am Ende der Saison war die Kasse zwar leer, aber alle Verpflichtungen konnten bedient werden. Dieses einerseits durch die Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen und andererseits durch Sondereinnahmen wie Zuschüsse und Spenden. 750€ Mitgliederspenden konnten im Verlauf von 2016 verzeichnet werden – vielen Dank dafür den edlen Spendern! Dazu kamen knapp 4.000€ Zuschüssen des HDMI bzw. der Stadt und des Kreises. Uwe Havekost hat eine Kooperation mit einer Brauerei auf den Weg gebracht, was uns u.a. zu einer neuen Außenbestuhlung am Clubhaus verholfen hat. Einnahmen durch Turniere und Sektfest: 7.000€. Diese durch Engagement der Mitglieder getriebenen Events sind wichtiger Pfeiler der Vereinsfinanzen und jeder kann durch Unterstützung dieser Veranstaltungen mit seiner Manpower sein „Scherflein dazu beitragen“ ohne über besondere Kenntnisse verfügen zu müssen. Der Wunsch, seinem Verein etwas Gutes zu tun, ohne zu Fragen „was springt für mich finanziell dabei raus?“ genügt.

Der größte Teil der Investitionen 2016 war ging in die fortschreitende Platzsanierung. Diese dringend notwendige Instandsetzung wird auch in den kommenden Jahren voraussichtlich den größten Teil des Investitionsbudget aufbrauchen. Darüber hinaus wurden 2016 Erneuerungsarbeiten an der Bewässerungsanlage durchgeführt und ein neuer Belag vor der Ballwand aus vor allem eigens hierfür gesponserten Mitteln realisiert. Thomas Wycisk erläutert im weiteren Verlauf der Sitzung auch die detaillierte Umsatz- und Ertragsübersicht und belegt den interessierten Mitgliedern die saubere Führung und sorgfältige Verwaltung der Vereinsfinanzen.

Nun steht auf der Mitgliederversammlung der eigentliche Anlass der Mitglieder für ihre Vereinszugehörigkeit auf der Agenda: der Tennissport. 1. Sportwart Thorsten Max berichtet von den Mannschaftsmeldungen und Turnieren 2016 und gibt einen Ausblick in die kommende Saison. 2. Sportwart Bastian Schunack hat in puncto Vereinskleidung ein interessantes Angebot für die kommende Saison vorbereitet, das eine gute Voraussetzung dafür bietet, dass die rot-weiße Macht nächstes Jahr auch wieder optisch eindrucksvoll auflaufen wird.

Nun haben die Jugendwartinnen Natascha Brox und Tatjana Maurer das Wort: Auch hier ist durch die Bank nur Positives zu berichten und für Details verweisen wir auf die Beiträge im Bereich „Clubnachrichten“. Engste Zusammenarbeit der Jugendwartinnen mit dem Trainerteam hat in den letzten 1,5 Jahren dazu geführt, dass sich das „Sorgenkind“ Jugendarbeit zunehmend besser entwickelt.

Die Arbeit von Cheftrainer Uwe Havekost und dem Trainerteam von Alexander Iliew und Steffi Schwarz trägt Früchte. Ein Dank geht vom Cheftrainer am Abend der Mitgliederversammlung an die beiden beliebten Jugendtrainer, die auch 2017 wieder wertvolle Säulen des Trainingsbetriebs in Eltville sein sollen. Das Angebot für die Jugend wird stetig erweitert. Trainingsausflüge z.B. nach Mühlheim-Kärlich oder das für Ostern geplante Trainingslager in Italien - eine 16köpfige Teilnehmergruppe aus Eltville ist dabei - belegen, dass sich die Jugendarbeit in die richtige Richtung entwickelt. Für 2017 ist neu ein Kadertraining in Vorbereitung. Hierfür ist der Grundstein über den Winter gelegt worden: ein Sponsor steht bereit, um die besondere Förderung größtenteils zu finanzieren.

Das große Interesse am Training freut natürlich alle, stellt den Verein anderseits aber vor neue Herausforderungen: So berichtet Uwe Havekost den Teilnehmern der Mitgliederversammlung, dass er im Sommer 55-60 Trainerstunden über die Woche an tennisbegeisterte Eltviller (vor allem Kinder) zuteilen konnte. Mit dem Umzug in die Halle kam dann aber für viele Trainierende die Enttäuschung: Trotz frühzeitiger und intensiver Verhandlung konnten wir in der Wallufer Halle nur 23 Wochenstunden buchen. Der Hallenengpass im Winter ist Bremsklotz in der Entwicklung der Jugendarbeit im Verein.

Zu diesem Thema erläutert Markus Preis die Sicht des Vereins auf die Zusammenhänge: Vor allem aus Kapazitätsgründen, aber auch weil die aktuellen Hallenkosten die Jugendtrainingskosten auf ein relativ hohes Niveau treiben, beschäftigt man sich im Vorstand seit geraumer Zeit mit dem Projekt „Traglufthalle“. Voraussetzung aus Vorstandssicht ist, dass der Verein kein Risiko trägt und ihm keine Investitionskosten für die Halle entstehen. Darüber hinaus darf für den Vorstand vor allem im Betrieb später kein Aufwand anfallen.

Aber die bisherigen Aktivitäten vor allem von Markus Preis und Uwe Havekost haben sich gelohnt: Ein Investor wurde gefunden und bisherige Gespräche mit Behörden deuten an, dass das Ziel erreichbar ist. Es wurden alle notwendigen Maßnahmen von notwendigen Verbesserungen an Parkplatz, Zuwegung, Bewässerung, Beleuchtung über bauliche Maßnahmen der Halle bis hin zum digitalen Buchungssystem zusammengetragen. Ein Businessplan für die Halle steht. Die Baugenehmigung soll im nächsten Schritt erteilt werden, dann könnte das Projekt starten, so dass schon im nächsten Winter eine Dreifeldhalle über den Plätzen 5-7 stehen könnte.

Das Interesse der Mitglieder an diesem Tagesordnungspunkt ist wie erwartet groß und in Folge werden eine Vielzahl an Fragen in Zusammenhang mit dem Projekt gestellt und beantwortet. Der Vorstand wird die Mitglieder über den Fortschritt der Planungen auf dem Laufenden halten und steht jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird darüber berichtet, dass der Vorstand die Ehrenmitgliedschaft von Justine Bornkessel beschlossen hat, um ihr für die fast 50jährige Treue zum Verein zu danken.

Schon um viertel nach neun kann die Sitzung geschlossen werden und für fast alle Anwesenden geht die Veranstaltung nahtlos in ein gemütliches Beisammensein über, bei dem über Teamaufstellungen philosophiert und das Angebot der neuen Vereinskleidung diskutiert wird. Die immer feierwütigen Herren 50 versuchen, mit ihrer après-Ski-Playlist die Massen zu begeistern, doch für die Meisten ist der Klönschnack mit den anderen Vereinsmitgliedern, die man lange nicht gesehen hat, wichtiger. Wie immer war der Winter viel zu lang und alle sehnen den Beginn der Tennissaison herbei, wo man sich wieder häufiger auf der Anlage am Wiesweg trifft.

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